Tamara Hinz
Von der Krise ins Leben

Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens mit schweren Zeiten und Krisen konfrontiert. Mitten in einem geregelten Leben scheint die gesamte Existenz infragegestellt. Auch Tamara Hinz hat das erlebt und erzählt ihre Geschichte mit Schwung und Humor. Sie fragt, wie man wieder Boden unter den Füßen und neue Perspektiven für Alltag und Glauben gewinnen kann. In der Neuauflage werden die damaligen Erkenntnisse reflektiert und ergänzt. Außerdem erzählt die Autorin, wie es weiterging.

 

MIT ERGÄNZTEM ZWEITEN TEIL:

10 Jahre nach Erstveröffentlichung reflektiert die Autorin darüber, wie es weitergegangen ist, was sie heute anders sieht und was geblieben ist.

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Ein Frauenbuch? Kein Frauenbuch!

Dünenhoffestival 2015. Ich stehe nach der Veranstaltung noch bereit, um Bücher von mir zu signieren. Ein Mann mittleren Alters kommt auf mich zu, zieht freudestrahlend mein neues Buch „Du bist dir anvertraut“ aus der Tasche und reicht es mir, damit ich etwas Nettes hineinschreibe … für seine Frau. Für ihn, verkündet er, sei das Buch ja wohl nichts, denn dies sei ja augenscheinlich ein Frauenbuch.

„Nein“, lächle ich ihn freundlich an, „das ist kein Frauenbuch! Das ist ein Buch für jeden, der sein geistliches Leben vertiefen will und der mit sich selbst sehr bewusst und reflektiert unterwegs ist. Sozusagen ein …,Unisexbuch’!“

Er muss bei dieser Formulierung grinsen, wiegt dann aber zweifelnd sein Haupt. „Aber“, so gibt er zu bedenken, „da ist eine Frau drauf!“ Ich weiß zwar nicht so ganz genau, was er damit sagen will, aber als Antwort fällt mir auch nur ein zustimmendes „Das ist richtig“ ein.

Ich muss es ja wissen, schließlich bin ich die Frau auf dem Cover und das Fotoshooting hat mich einiges an Schweiß gekostet (Lachen sollte ich nicht, aber richtig ernst dreinschauen sollte ich auch nicht! Irgendetwas dazwischen sollte es sein und das war ganz schön … schwierig!).

Mein nettes Gegenüber gibt so schnell nicht auf: „Das“, beharrt er und klopft auf den Buchdeckel, „sieht weiblich aus!“ Ich verbuche diese Aussage innerlich unter „Kompliment“ – denn wenn mir jemand sagen würde, das Cover käme männlich rüber, würde mir das doch sehr zu denken geben!

Wir belassen es dabei und ich ermutige ihn, vielleicht doch mal einen Blick in dieses Buch zu werfen. Soll ja vorkommen, dass auch Frauen den einen oder anderen klugen, geistlichen Gedanken haben, der durchaus für einen Mann wertvoll werden könnte!

Aber es reizt mich nun doch, zu diesem Thema meine Meinung kundzutun.

 

Ihr lieben Männer: Wir Frauen lesen seit Jahrzehnten, ach, was sag ich denn, seit Jahrhunderten eure Bücher! Wir lesen sie, auch wenn das Cover bisweilen recht „männlich“ daherkommt und unsere weibliche Seele nicht unbedingt anspricht. Wir lesen sie auch dann, wenn ein Mann auf dem Umschlag abgebildet ist. Das stört uns kein bisschen!

Und wisst Ihr, warum?

Weil wir Eure Bücher schätzen! Weil sie uns geistlich weiterbringen und interessante Impulse für unser Leben enthalten. Durch viele Eurer Bücher haben wir Gott besser kennengelernt, die Bibel besser verstanden und sind in unserer Jesusbeziehung gewachsen! Und für all das Gute, was durch Eure Impulse in unser Leben hineingekommen ist, danken wir Euch sehr!

Aber meint Ihr nicht auch, das Ganze könnte genauso gut andersherum funktionieren?

Meint Ihr nicht auch, wir könnten so langsam mal dieses ganze „Mann-Frau-Ding“ zur Seite legen und einfach nur als Nachfolger und Nachfolgerinnen gemeinsam unterwegs sein?

Meint Ihr nicht auch, dass wir uns in unserer „typisch“ weiblichen und „typisch“ männlichen Sicht der Dinge ergänzen und gegenseitig bereichern könnten?

Ich denke doch! Und deswegen: Lasst uns voneinander lernen und uns gegenseitig ermutigen, das uns anvertraute Leben jesusgemäß zu gestalten. Denn, egal ob Du ein Mann bist oder eine Frau – für jeden von uns gilt: Du bist dir anvertraut!

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein paar richtig gute, gehaltvolle Lesestunden!

Tamara Hinz

Tamara Hinz über ein authentisches Miteinander

Tamara Hinz über ein authentisches Miteinander, geistliche Krisen und einen wunderbaren Jesus

Nein, ich bin kein geistlicher Superheld! Ich versuche, die Sache mit Jesus einfach irgendwie hinzubekommen. Oft gelingt mir das ganz gut, aber dann gibt es Dinge, die mich wieder aus der Bahn werfen: Selbstzweifel, Schuldgefühle oder Sorgen, die ich nicht in den Griff bekomme. Aber wissen Sie, was ich inzwischen kapiert habe? Das macht gar nichts! Denn ich lebe nicht davon, dass ich ein perfekter Christ bin, sondern davon, dass Jesus mich bedingungslos liebt. Er kriegt die Sache mit mir hin – und das reicht! Bei ihm brauche ich nichts vorzuweisen, sondern darf die sein, die ich bin. Und weil das so ist, dürfen wir auch im Miteinander authentisch sein. Unsere frommen Fassaden dürfen, ja, sollen sogar Risse bekommen und bröckeln. Ich finde diesen Gedanken sehr befreiend!

Ich bin als junger Mensch in das Thema „Nachfolge“ und „Dienst für Jesus“ mit großer Leidenschaft, großen Visionen, aber auch mit ganz hohen Idealen eingestiegen. Nach unserer „weltlichen“ Ausbildung haben mein Mann und ich noch eine theologische Ausbildung an der BTA Wiedenest absolviert und sind dann in den Gemeindedienst gegangen: Mein Mann als Pastor und ich als dazugehörige Ehefrau mit all den Anforderungen, die das mit sich brachte.

Zeitgleich starteten wir in die Familiengründung und bekamen in relativ kurzen Abständen vier Kinder. Das hieß im Klartext: Mein Mann war rund um die Uhr in Sachen Gemeinde unterwegs und ich kämpfte zu Hause meinen ganz eigenen Kampf mit vier Kleinkindern. Darüber hinaus versuchte ich, so gut es ging, meinen Mann in seinem Dienst zu unterstützen und selbst in der Gemeinde mitzuarbeiten.

An diesem Punkt bekam meine anfängliche Vision erste Beulen und Kratzer: Unser Gemeindedienst wurde von mir zunehmend als Last empfunden und lag in einem ständigen Widerstreit mit meinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Ich hätte meinen Mann ja auch zu Hause als Unterstützung gebraucht. Hätte Zeit für mich selbst gebraucht und Zeit, meine ureigensten Gaben zu entwickeln und meinen eigenen Weg zu gehen. Aber das zu sagen und vielleicht sogar einzufordern, traute ich mich nicht! Denn ich wollte ja „geistlich“ sein und meinen Mann freigeben für seinen Dienst − und ihn nicht mit meinen egoistischen Wünschen und Ansprüchen blockieren. Unmerklich wuchs in mir ein innerer Zwiespalt zwischen den Ansprüchen und Idealen, die ich von mir und unserem Dienst im Kopf hatte und dem, was eigentlich in mir steckte. Das Eigentliche drückte ich einfach nur weg. Diese Methode der Lebensbewältigung sollte sich später als verhängnisvolle Falle entpuppen.

Die Gemeindesituation, in die wir damals als sehr junges Ehepaar einstiegen, war zudem recht schwierig. Es gab einerseits viele Aufbrüche, aber auch jede Menge Konflikte. Wir hatten Visionen im Herzen, viele neue Ideen und brannten für Jesus, stießen aber oftmals auf Traditionen und auf verkrustete Frömmigkeit, mit der wir nicht umzugehen wussten. Und das sorgte für jede Menge Zündstoff im Miteinander!

Jetzt bekam meine anfängliche Vision noch mehr Beulen! Es gab Tage, an denen habe ich unseren Dienst, den ich ja als Dienst für Gott verstand, regelrecht gehasst. Weil dieser Dienst so enorm viele Kräfte verschliss und so viel Energie aus unserem Leben absaugte.

Was unweigerlich dazu kam: Ich folgte auch Jesus nicht mehr gerne und willig nach, sondern schleppte mich nur noch müde hinter ihm her. Er – das war mein Empfinden − hatte mir das Ganze schließlich eingebrockt!

Und so rutschte ich immer weiter weg von der anfänglichen Leidenschaft und Vision, bis ich schließlich ausgebrannt und müde in einer handfesten Depression mit kaum zu bändigenden Angstzuständen landete.

Mit einem Mal war von der Powerfrau, der Supermutter und der patenten Frau eines Pastors nicht viel mehr übrig als ein Häufchen Elend. Meinen „normalen“ Alltag bekam ich gerade noch so hin, aber mehr ging nicht. Mein Inneres streikte und warf mich aus der Normalität. Rückblickend würde ich sagen: Diese Krise hatte schon lange in meinem Leben Anlauf genommen und war ausgelöst durch Überlastung, ein Übermaß an Fremdbestimmung, überhöhte Ideale, eine schlechte Selbstwahrnehmung und einem Selbstwertgefühl, das total im Keller war. Meine teilweise noch unverarbeitete Vergangenheit tat ihr Übriges.

Aber in meinem Leben ist seitdem eine Menge passiert!
Jesus hat mich mit einer unglaublichen Geduld und Zartheit aus meinem Loch herausgelockt und herausgeliebt. Er hat mich gelehrt, stark zu sein und zu kämpfen: für die Einhaltung meiner Grenzen und für den Lebensraum, den ich brauche, um mich zu entfalten. Er war mein Rückenstärker, mein Vorausgeher, mein Wegfreimacher und mein Mutzuflüsterer. Darüber hinaus habe ich allein und mit professioneller Hilfe an vielen Themen sehr intensiv gearbeitet, so dass ich heute sagen kann:
Ich liebe Jesus mehr, als je zuvor und diene ihm wieder leidenschaftlich gern! Ganz anders als vorher und an der einen oder anderen Stelle sicherlich immer noch etwas verbeult, aber dennoch wieder mit ganz viel Freude und Begeisterung im Herzen!

Vieles, von dem, was ich in der Krise durchlebt und durchkämpft habe, teile ich in meinen Büchern mit den Lesern. Weil ich möchte, dass wir ein authentisches Miteinander pflegen. Denn das ist unglaublich befreiend und weitaus weniger anstrengend, als wenn wir alle an unseren frommen Fassaden basteln und uns gegenseitig ständig beweisen müssen, was für großartige, geistliche Superhelden wir sind. Das sind wir nämlich nicht! Aber das macht auch nichts. Denn Jesus kriegt es schon irgendwie mit uns hin – mit mir und mit Ihnen auch!

 

                                                                                                          Tamara Hinz

Ein Vortrag von Tamara Hinz zum Nachhören bei ERF Plus

Zwischen Standfestigkeit und Kompromissbereitschaft

Wie kann man als Christ in einer „verrückten Welt“ einen klaren Standpunkt vertreten, wo sollte man Kompromisse eingehen? – Mit diesen Fragen hat sich die Autorin, Referentin und Familienmanagerin Tamara Hinz im Rahmen eines Vortrags auf dem diesjährigen DünenhofFestival in Cuxhaven beschäftigt. Anhand des ersten Kapitels aus dem Buch Daniel macht sie u. a. deutlich: Es kommt nicht darauf an, dem anderen die eigene Wahrheit um die Ohren zu hauen, sondern gemeinsam mit dem Gegenüber einen für beide gangbaren Weg zu finden.

 

Den Vortrag gibt es auf der Website von ERF Plus zum Nachhören.

Tamara Hinz live erleben

  

1. April: Frühstückstreffen für Frauen in Neuenbürg

www.fruehstueckstreffen.de

 

8. April: Frühstückstreffen für Frauen in Neuenstein

www.fruehstueckstreffen.de

 

28. April: Frauenfrühstück in Poppenhausen/Wasserkuppe

www.katholische-kirche-poppenhausen.de

 

5. Mai: Frauenabend in der FEG Wittlich

www.wittlich.feg.de

 

6. Mai: Frauenfrühstück in Trier

www.kolpinghaus-warsberger-hof.de

 

13. Mai: Frauentag des Frauenwerks im Landesverband NRW

www.immanuelskirche-bochum.de

 

19. Mai Abendveranstaltung Time to talk in Simmern

www.fruehstueckstreffen.de

 

20. Mai Frauenfrühstück in Zaisenhausen

www.zaisenhausen.de/nc/aktuelles/veranstaltungskalender.html

 

25.-28. Mai: Gemeindefreizeit mit der FEG Mainz in Wilnsdorf

www.feg-mainz.de

 

23.-25. Juni: Mitarbeiterwochenende Frühstückstreffen für Frauen

www.hausfriede.de

www.fruehstueckstreffen.de

 

30. Juni: Frauenabend in Münster

www.fruehstueckstreffen.de

 

Weitere Infos auf Anfrage unter Tamara Hinz

Themen für Veranstaltungen mit kirchendistanzierten Gästen

Spieglein, Spieglein an der Wand

Vom Umgang mit Neid und Eifersucht

(Zielgruppe: Frauen)

 

Katastrophenglück

Krisen erleben und überwinden

 

Brave Mädchen holt der Wolf

Nett und angepasst - ein typisches Frauenproblem?

(Zielgruppe: Frauen)

 

Ich werde älter – na und?

(Je nach Klientel kann der Vortrag entweder auf die Zielgruppe „Lebensmitte“ oder auf 60 plus zugeschnitten werden)

 

„Du machst mich fertig“

Was tun mit Menschen, die uns das Leben schwer machen?

 

Das muss dringend anders werden!

Veränderungsprozesse im Leben gut gestalten

 

Ich bin ich!

Mit mir selbst im Einklang leben

 

Lass deinem Glauben Flügel wachsen

Wege zu einer lebendigen Gottesbeziehung

 

 Alles Liebe – oder was?

Wege und Irrwege zu dem, was wir mehr als alles brauchen: Liebe

 

Vorbei und vergessen – wirklich?

Mit der eigenen Biographie versöhnt leben

 

Lebe dein Leben – sonst lebt dein Leben dich!

Das eigene Leben souverän und verantwortlich gestalten

 

Von Mücken und Elefanten

Mit Gefühlen umgehen lernen

 

Love it, change it or leave it

Schwierige Situationen im Leben bewältigen

 

 

Themen für Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Nachfolge und geistliches Wachstum

Sämtliche Themen, die ich Veranstaltern mit kirchendistanzierten Gästen anbiete, eignen sich auch für "Insider", werden von mir dann aber stärker mit biblisch-theologischen Impulsen versehen. Zusätzliche Themen:

 

Du bist dir anvertraut!

Geistlich und persönlich wachsen  – wie geht das?

 

Wenn unsere Biographie uns das Leben schwer macht

Stolpersteine überwinden – mit uns selbst ausgesöhnt leben

 

Am Zerbruch nicht zerbrechen

Aus Krisenzeiten geistlich gestärkt hervorgehen

 

Nachfolge zwischen Vision und Burnout

Wenn unser Dienst für Gott in die Krise kommt

 

Leben in einer ver-rückten Welt (1)

Zwischen Standfestigkeit und Kompromissbereitschaft

(biblische Impulse zu Daniel 1)

 

Leben in einer ver-rückten Welt (2)

Lernbereit, realistisch, souverän und frei

(biblische Impulse zu Daniel 3)

 

Himmelsstürmer

Leben auf der Überholspur?

(biblische Impulse zu 1. Petrus 5,5-11)

 

Wenn Gott dir begegnet

Gott im Alltag begegnen

(biblische Impulse zu Lukas 1, 26-38)

 

Weitere Themen für Einzelveranstaltung oder Wochenendseminare auf Anfrage unter Tamara Hinz

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